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Leidensweg von Ina


Bereits im ersten Altersjahr zeichneten sich die ersten Lahmheitserscheinungen bei meiner Hündin "Ina vom Steinhauerberg" ab. Da ich meine Hündin auch als Diensthund eingesetzt habe und ich sie dadurch auch häufig in einer Zwingeranlage in der Kälte deponieren musste, hatte die Hündin vor allem im Winter häufig mühe mit aufstehen und zeigte starke Lahmheit. Als meine Hündin rund anderthalb Jahre alt war, liess ich sie wegen HD-Verdacht röntgen. Der anschliessende Befund war niederschmetternd und belastete mich sehr.

Während vielen Jahren versuchte ich mit den unterschiedlichsten Therapien und Medikamenten, eine Linderung der immer stärker auftretenden Schmerzen bei meiner Hündin zu erreichen.

- Medikamente (Rimadyl Kautabletten 100mg)
- Chiropraktik
- Kinesiologie
- Akupunktur
- Neuraltherapie mit Homöopathie
- Goldakupunktur
- Laserakupunktur
- Unterwasserlaufband (Muskelaufbau)

Leider brachten diese Methoden nur wenig Erfolg und waren mit viel zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden.

Als meine Hündin vier Jahre alt war, habe ich sie aus gesundheitlichen Gründen als Diensthund pensioniert und nur noch als Familienhund eingesetzt.
Aber gerade wegen dem tapferen Wesen, der Liebenswürdigkeit und der Charakterstärke meiner Hündin (trotz starker Schmerzen), hatte ich immer mehr mit dieser Situation zu kämpfen und konnte mich mit ihrem Leidensweg nicht abfinden. Und da meine Hündin für mich nicht nur Haustier, sondern ein richtiger Kumpel ist, mit dem ich mehrere Jahre Tag und Nacht eine wunderschöne Zeit verbracht habe, ging die Suche nach einer Befriedigenden Lösung für mich und meine Hündin hartnäckig weiter.

Durch einen weiteren Tierarzttermin in der Tierklinik Aarau West, wurde mir durch Herr Dr. med. vet. Beck mitgeteilt, dass für Hunde mit Hüftgelenksdysplasie folgende Operationsmethode sehr sinnvoll wäre:

Femurkopfresektion: Dabei wird der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens (Caput ossis femoris) entfernt, worauf sich eine bindegewebige Verbindung zwischen Becken und Oberschenkelknochen entwickelt. Verbunden mit intensiver Physiotherapie bietet diese Methode gute Chancen, ein schmerzfreies Leben zu führen.

Bis anhin wurde diese Operationsmethode hauptsächlich bei Katzen und Hunden bis zu einem Körpergewicht von max. 20 kg durchgeführt. Für mich war bis zu diesem Zeitpunkt klar, dass diese Operationsmethode für meine Hündin gar nicht in Frage kommen kann, da meine Hündin ein Körpergewicht von über 30 kg hat. Herr Beck orientierte mich aber, dass diese Methode eigentlich bei allen Hunden angewendet werden kann und dass auch schon Hunde mit einem Körpergewicht von über 40 kg operiert wurden.

Gesagt - getan, gleich nach dem Tierarzttermin war für mich und meine Frau klar, dass wir unsere Hündin mit dieser Methode von ihren Leiden erlösen wollen. Geplant wurde, dass zuerst die linke Hüfte operiert wurde und ein halbes Jahr später noch die rechte Seite.

Am Morgen des 26. August 2008, brachte ich meine Hündin dann mit einem doch sehr mulmigen Gefühl in die Tierklinik. Noch am gleichen Abend konnte ich meine Hündin wieder abholen, welche aber noch sehr benommen von der Narkose war. Die Hündin belastete, zu meinem Erstaunen, bereits ein wenig das operierte Bein.

Die nachfolgenden Tage, für die ich extra Ferien bezogen habe, konnte ich mich dann vollumfänglich der Pflege meiner Hündin widmen. Die ersten Tage fragte ich mich, ob ich wirklich das Richtige getan hatte. Meine Hündin humpelte jeweils auf der Gassirunde, dass ich vor Mitleid am liebsten geheult hätte. Nach ein paar Tagen entzündete sich die operierte Stelle so stark und schwoll an, dass ich ihr in der Tierklinik in Frick eine Cortisonspritze verabreichen liess. Die Hündin war zu diesem Zeitpunkt auch sehr apathisch und demotiviert. Aber bereits ein Tag später zeigte die Spritze eine gute Wirkung. Die folgenden Tage ging es dann aber nur noch aufwärts und ein paar Wochen später lief meine Hündin bereits wieder sehr munter und motiviert.
Wichtig während der ersten Wochen war natürlich auch die Physiotherapie, die ich einige Male in der Tierklinik machen liess. Da mir aber der regelmässige Weg zur Tierklinik mit dem damit verbundenen Zeitaufwand und den Kosten zu aufwändig war, liess ich mir die Handhabung von der Physiotherapeutin zeigen und führte die Dehnungsübungen an meiner Hündin selber durch.

Nachfolgend sind die Röntgenbilder von meiner Hündin vor und nach der ersten Operation zu sehen.

  Hüftgelenke von Ina vom Steinhauerberg vor der Operation.
Bitte fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Röntgenbild, um die Ansicht zu vergrössern.

Auf dem Röntgenbild sehen Sie auch die Goldstifte um die Hüftgelenke, die ich anlässlich einer Gold-Akupunktur implantieren liess.


  Hüftgelenke von Ina vom Steinhauerberg nach der ersten Operation vom 26. August 2008 (linke Seite operiert).
Bitte fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Röntgenbild, um die Ansicht zu vergrössern.


Und nachfolgend ein paar Fotos am darauffolgenden Tag nach der Operation.


Etwa ein halbes Jahr später, am 31. März 2009 liess ich dann meine Hündin zum zweiten Mal, diesmal an der rechten Hüfte, operieren. Wie im vergangenen Jahr brachte ich meine Hündin am Morgen in die Klinik und am Abend konnte ich sie dann wieder abholen. Die Genesung verlief ähnlich wie im vergangenen Jahr. In Verbindung mit den von mir durchgeführten Dehnungsübungen (Physiotherapie), Muskelaufbau durch langsames Radfahren und viel Geduld, lief meine Hündin nach rund 2 Montagen fast wieder normal (ein leichtes hinken konnte man noch feststellen, aber natürlich in keinem Vergleich zu vorher).

Nachfolgend ist das Röntgenbild von meiner Hündin nach der zweiten Operation zu sehen.

  Hüftgelenke von Ina vom Steinhauerberg nach der zweiten Operation vom 31. März 2009 (rechte Seite operiert).
Bitte fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Röntgenbild, um die Ansicht zu vergrössern.


Und hier ein paar Fotos am Abend nach der Operation, auf denen die Hündin durch die Narkose noch recht benommen wirkt.

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